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Messerkampf

Sobald ein Opfer den ersten Angriff abgewehrt hat und eine eigene Waffe, ein eigenes Messer, ziehen konnte, handelt es sich nicht mehr um einen Messerangriff auf ein unbewaffnetes Opfer, sondern um einen Messerkampf.

Eine Auseinandersetzung zwischen zwei Kontrahenten, die beide mit einem Messer bewaffnet sind, endet in der Regel mit Verletzungen auf beiden Seiten. Abhängig ist der Ausgang eines solchen Kampfes erneut von vielen Faktoren:


Ein Messerkampf wird im allgemeinen Sprachgebrauch nicht ohne Grund als "Messerstecherei" bezeichnet, meistens läuft es auf einen Schlagabtausch mit gegenseitigen Stichen heraus. Dies begründet sich in dem Umstand, dass Verletzungen unter Adrenalin vorerst nicht bemerkt werden und der Tatsache, dass ein Messer keine physische Stoppwirkung (Effektivität) aufweist.

Die Frage nach eigenen Verletzungen stellt sich in einem Messerkampf nicht, es geht ausschließlich darum, die eigenen Verletzungen so gering wie möglich zu halten und die Auseinandersetzung so schnell wie möglich zu beenden. Nahezu jede Handlung in einem Messerkampf führt unweigerlich zu weiteren Verletzungen und somit zu einem erhöhten Blutverlust. Das Verbluten ist die häufigste Todesursache bei Gewalttaten mit scharfer Gewalt.

Aus diesem Grund ist die Abwehr des ersten Angriffs, verbunden mit einer Reaktion, die entweder eine Flucht ermöglicht oder aber zum Kampfabbruch durch den Angreifer führt, der wichtigste Aspekt in einem Messerkampf - der Gegner muss so schnell wie möglich ausgeschaltet werden.

Nun nutzt es allerdings wenig, sich mit einem Messer zu bewaffnen und dadurch auf eine erhöhte Wehrfähigkeit zu spekulieren. Ohne entsprechende Ausbildung bei einem guten Lehrer endet das dann wieder wie im ersten Absatz beschrieben - in einer wilden Messerstecherei mit zwei Opfern. Ein weiterer Grund, warum sich das so verhält, ist im nachfolgenden Kapitel erklärt.


Die Effektivität