UCS Messerkampf
Einen der Ausbildungsschwerpunkte des UCS Waffenkampfsystems stellt der Kampf mit dem Messer, bzw. die Messerabwehr dar. Das UCS Messerkampfsystem basiert auf einem realitätsbezogenen Ausbildungskonzept mit einfachen und effektiven/funktionellen Techniken.
Wer schon einen Messerangriff in der Realität erlebt oder zumindest ernsthaftes Messersparring betrieben hat, der weiß, dass in einer realen Auseinanderstzung nur relativ wenige Techniken anwendbar sind - gerade diese ausgewählten Terchniken werden deshalb bevorzugt trainiert, um so Automatismen in den Abläufen zu schaffen und deren Anwendung auch unter Stress zu ermöglichen.
Bedingt durch praktische Erfahrungen der Ausbilder in der Realität, wird gerade der unbewaffneten Abwehr/ bzw. Verzögerung des ersten Angriffs ein hoher Stellenwert im Training beigemessen. Aufgrund der spezifischen Abläufe eines Messerangriffs besteht hier noch die größte Aussicht auf eine erfolgreiche Abwehr - in Hinsicht auf die Schaffung einer Fluchtmöglichkeit, der Distanzgewinnung zum Ziehen einer geeigneten Abwehrwaffe oder auf die Beendigung der Angriffshandlung ohne eigene schwere Verletzungen.
Dazu werden 50% des Trainings mit Schutzausrüstung und in realistischer Intensität abgehalten, das Vollkontaktsparring unter Einbeziehung waffenloser Techniken ist fester Bestandteil jeder Ausbidungseinheit. Diese Einheiten finden nicht nur in den Übungsräumen, sondern auch in realistischer Umgebung statt, so z.B. im Winter mit dicker und einschränkender Kleidung auf schnee- oder eisbedecktem Untergrund des Aussengeländes der UCS Stammschule, in Kraftfahrzeugen oder in der Gaststätte eines Mitglieds.
Für die Ausbildung in den Übungsräumen stehen selbstgefertigte Gestelle in verschiedenen Abmessungen und Formen zur Verfügung, die räumliche Enge simulieren. Sichtbehinderungen werden durch abgeklebte oder verschmierte Schutzbrillen und blutverschmierte und rutschige Arme durch eine Spülmittellösung simuliert.
Alle Techniken sind darauf ausgerichtet, nicht nur mit den Angriffshandlungen, sondern nach Möglichkeit bereits mit jeder Abwehrhandlung schwere und angriffsbeendende Verletzungen beim Gegner zu verursachen oder eine Entwaffnung zu bewirken.
Eine Unterweisung in den rechtlichen Aspekten des Waffengebrauchs erfolgt parallel im Rahmen der Technikausbildung, zusätzlich finden in regelmäßigen Abständen Trainingseinheiten mit Schwerpunkt "Erste Hilfe" und Selbsthilfe bei Messerverletzungen statt.
Der Trainingsalltag des UCS Waffenkampf Systems basiert auf freundschaftlichem Umgang untereinander, Graduierungen und Vereins- bzw.Verbandsquerelen kennen wir nicht. Der Ausbilder leitet die Gruppen zwar an, er ist aber kein Halbgott und nimmt, die Trainigspartner durchwechselnd, genauso am Training teil, wie alle anderen Trainingsteilnehmer auch.
Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht - und auch einem Ausbilder können einmal Fehler unterlaufen - nobody`s perfect!
Ausbildungsinhalte werden bei uns gezielt hinterfragt und neue Lösungsansätze oder Techniken werden im Training gemeinsam erarbeitet und umgesetzt.
Eine Waffe kann aber nur das allerletzte Mittel darstellen, um einen Angriff abzuwehren. Vorher müssen alle anderen zur Verfügung stehenden körperlichen Mittel ausgenutzt werden. Aus diesem Grund beschränken wir uns nicht nur auf das Waffentraining, sondern trainieren auch waffenlose Selbstverteidigungs- und Kampfkunsttechniken, vorwiegend aus den Bereichen Free-Fight und CQC.
Im Triple-F-Gym können wir zudem auf ein breitgefächertes Angebot an weiteren waffenlosen SV- und Kampfkunstarten, wie z.B. Free-Fight, Kickboxen, Thaiboxen und Grappling, zurückgreifen.
Dabei fällt dann auch mal ein Vize-Europameistertitel im Free-Fight für unsere Wettkampfsportler ab.














