UCS Techniken
Messerabwehr mit Schusswaffe
Hartnäckig hält sich das Gerücht, eine Messerabwehr mit Schusswaffe wäre unter mindestens 7 Metern Abstand (21-feet Rule) zum Angreifer nicht möglich - es ist wirklich nur ein Gerücht.
Aber das ist nicht nur ein Gerücht, es ist grundsätzlich falsch und es zeigt auch auf, dass einige der "Messerabwehr-Experten", die ihre Reputation mit einer ehemaligen Zugehörigkeit zu irgendwelchen polizeilichen oder militärischen Spezialeinheiten begünden, sich niemals wirklich ernsthaft mit der Problematik auseinandergesetzt haben - und das über Jahre und Jahrzehnte. Darüber darf sich jeder Leser jetzt mal selbst seine Gedanken machen....um dann vielleicht entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen.
Natürlich kann keiner das Rad neu erfinden, aber neue Lösungsansätze können nur gefunden werden, wenn man auch danach sucht und nicht nur die Verkaufszahlen seiner Veröffentlichungen im Kopf hat oder einer "Betriebsblindheit" unterliegt. Uns ist das gelungen, weil wir uns ernsthaft und realitätsbezogen mit unserem Hobby auseinandersetzen und weil wir kein kommerzialisiertes System betreiben. Wir bringen praktische Erfahrungen in unser Training mit ein, können unsere gewonnenen Erkenntnisse aus dem Training beruflich nutzen und sind eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Ansätzen.
Versuche mit Polizeibeamten und FBI Angehörigen zeigten auf, dass es den Beamten nicht möglich war, einen Messerangriff aus einer Distanz von 7 und mehr Metern abzuwehren, dabei die Waffe zu ziehen und rechtzeitig in Anschlag zu bringen - weil der Lösungsansatz falsch war. Es wurde versucht seitlich oder rückwärtig auszuweichen und dabei möglichst schnell die Waffe zu ziehen (Schnellziehen ist bei Behördenholstern eher Wunschdenken) oder mit schnell aufeinanderfolgenden kurzen Blöcken das Messer abzuwehren - beidhändige Blöcke....womit zieht man da noch die eigene Waffe?
Natürlich war der vorwärtsstürmende Angreifer immer schneller als die Beamten im Rückwärtsgang. Was hätten die Beamten getan, wenn man sie ohne Ausweichmöglichkeit mit dem Rücken gegen eine Wand gestellt hätte?
Wenn ein Ausweichen nach hinten oder seitwärts keinen Erfolg verspricht, was bleibt dann noch als Alternative? Einzig und allein das Ausweichen auf den Boden - so wird schlagartig eine Distanzgewinnung von 2 Armlängen erreicht, die bei richtiger Ausführung vom Angreifer nicht mehr überwunden werden kann. Unter Umständen ist sogar eine Kontrolle der Waffenhand möglich, falls nicht, sind schlimmstenfalls Verletzungen der unteren Extremitäten zu erwarten. In der Regel aber sind Angreifer so überrascht, dass sie nicht nachvollziehen können, was gerade passiert ist und wohin ihr Ziel verschwunden ist. Oder sie befinden sich in der irrtümlichen Annahme, sie hätten ihr Opfer schon getroffen. Übungen mit Partnern, die diese Technik nicht kennen, belohnen den Verteidiger regelmäßig mit perplexen Gesichtern auf der Angreiferseite....
Selbst "Langsamzieher" erhalten so ausreichend Zeit, ihre Waffe zu ziehen und gegebenenfalls zu entsichern, um dann gezielte Schüsse abzugeben. Es ist keine Eile nötig.
Bei dieser Technik handelt es sich um eine der Techniken, die von uns selbst entwickelt und erarbeitet wurden. Und sie funktioniert immer, selbst bei räumlicher Enge mit dem Rücken zur Wand - in diesem Fall lässt man sich seitlich zu Boden fallen, das Ergebnis ist das gleiche. Die Technik ist natürlich auch abhängig von einem rechtzeitigen Erkennen und Realisieren des Messers in der Hand des Angreifers, aber zum Erlernen der "Technik" ist kein großer Zeit- und Trainingsaufwand notwendig, es muss nur verinnerlicht werden, sich bei bewaffneten Angriffen zu Boden zu werfen.
Messerabwehr mit Schusswaffe
| 2 Meter Abstand | In Trefferdistanz | 1 Meter Abstand der Waffe zu Rumpf und Kopf durch Distanzgewinnung nach unten | Kontrolle der Waffenhand bei... | schussbereiter Waffe..... |
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Die gezeigte Technik ermöglicht ohne übermäßigen Trainingsaufwand, bei rechtzeitigem Erkennen der Waffe, eine erfolgreiche Abwehr/Distanzgewinnung bei einem Abstand von unter 1 Meter zum Gegner.





