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13.01.2008 Jugendlicher durch Messerstich verletzt

Berlin (ddp-bln). Bei einem Streit unter Jugendlichen ist in der gestrigen Nacht in Tempelhof ein 19-Jähriger durch einen Messerstich verletzt worden. Ein Gleichaltriger habe dem jungen Mann in den Bauch gestochen, teilte die Polizei mit. Das Opfer sei in ein Krankenhaus gebracht worden, Lebensgefahr bestehe nicht. Der Tatverdächtige wurde wenig später in seiner Wohnung festgenommen.

Nach ersten Ermittlungen waren kurz vor 2.00 Uhr in der Götzstraße zwei 19 und 20 Jahre alte Männer mit drei Jugendlichen in Streit geraten. Dabei kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf der 19-Jährige ein Messer zückte und dem gleichaltrigen Kontrahenten in den Bauch stach. Drei Beteiligte wurden noch am Tatort festgenommen.

13.01.2008 Haftstrafe für 21-Jährigen nach tödlicher Messerstecherei

Berlin (ddp-bln). Nach einer tödlichen Messerstecherei ist ein 21-jähriger Libanese am Donnerstag wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Dezember 2006 in Mitte bei einer Schlägerei mit einer Gruppe junger Kasachen einen 22-Jährigen durch einen Messerstich in den Hals getötet sowie zwei weitere Männer verletzt hatte.

Zwei 20-jährige Mitangeklagte wurden wegen Beteiligung an der Schlägerei bestraft. Einer von ihnen erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren. Der andere wurde einem Betreuungshelfer unterstellt und verpflichtet, an einem sozialen Trainingskurs teilzunehmen.

Die drei türkisch-libanesischstämmigen Angeklagten waren am 29. Dezember 2006 auf der Potsdamer Straße mit mindestens 15 Jugendlichen in Streit geraten, nachdem aus der Gruppe der Angeklagten ein Böller vor den Füßen des späteren Opfers gelandet war. Das Gericht ging davon aus, dass der Böller geworfen wurde, um zu provozieren. Nach den «üblichen ehrverletzenden Beleidigungen» sei die Auseinandersetzung eskaliert. Dabei habe der 21-Jährige ein Messer gezogen und zugestochen. Der Mann hatte sich im Prozess auf Notwehr berufen.

12.01.2008 Haftstrafe für 17-JährigenMesserstecher vom Tegeler See

Berlin (ddp-bln). Nach dem tödlichen Messerangriff auf einen Badegast am Tegeler See ist ein 17-Jähriger heute wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Das Berliner Landgericht verkündete das Urteil unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nach Angaben eines Justizsprechers wurde der türkischstämmige Jugendliche schuldig gesprochen, im Juni 2007 an der Badestelle «Im Saatwinkel» einen 23-Jährigen erstochen zu haben.

Drei mitangeklagte Bekannte des Angeklagten im Alter von 17 bis 19 Jahren wurden wegen gefährlicher Körperverletzung und Beteiligung an einer Schlägerei mit Jugendstrafen von 6 bis 18 Monate Haft auf Bewährung bestraft.

Der Tat war ein Streit der Angeklagten mit einem Familienvater um liegengelassenen Müll vorausgegangen. Als der 23-Jährige dem Mann zur Hilfe kommen wollte, wurde er von hinten niedergestochen. Er starb an den Folgen eines Lungenstichs. Sowohl der nichtige Anlass als auch der Stich von hinten in den Rücken des Opfers seien vom Gericht strafschärfend gewertet worden, sagte der Justizsprecher. Das Geständnis des 17-jährigen Haupttäters habe sich dagegen strafmildernd ausgewirkt.

Entgegen der Anklage wurden Mordmerkmale verneint, weil das helfende Opfer nicht arglos gewesen sei. Der 23-Jährige habe gewusst, dass er sich in eine gefährliche Situation begebe, hieß es.

Der 43-jährige Familienvater hatte die Jugendlichen aufgefordert, ihren Müll beim Verlassen der Badestelle mitzunehmen. Er erlitt durch Faust- und Stockschläge zahlreiche Prellungen.

10.01.2008 SR